Functional Safety Management

Functional Safety Management

von 17. Mai 2017

Effizienz und Sicherheit

Mit der Version 4.02 von ProSafe RS hat Yokogawa das Produktspektrum hinsichtlich Effizienz und Sicherheit deutlich erweitert. Das Functional Safety Management ist nun durch die Integration von iDefine einfacher. Zeit, endlich mal darüber zu berichten.

Konservativ, zu Recht

Während sich mittlerweile auch industrielle Software immer schneller weiterentwickelt, geht man bei sogenannten Safety Instrumented Systems (SIS) auch mal gerne etwas konservativer vor. Grund dafür ist, dass sich Fehler dieser Systeme auf finanzielle Werte, unsere Umwelt, aber eben auch auf Menschenleben auswirken. Diese Haltung ist also völlig zu Recht eine konservative. Ob Systeme integriert werden, oder abgeschottet bleiben, muss je nach Anwendungsfall entschieden werden.

Das SIS ProSafe RS von Yokogawa bietet hier sowohl die Möglichkeit der Integration in das PLS Centum VP, sowie in Fremdsysteme, aber auch den völlig eigenständigen Betrieb an. Eben individuell auf den Anwendungsfall angepasst. Dabei immer IEC 61511 konform und für Anwendungen bis Safety Integration Level 3 (SIL 3) nutzbar. Seit der Markteinführung von ProSafe RS sind bereits über 2.000 Projekte mit über 10.000 Safety Control Stations im Einsatz.

Was ist neu mit iDefine?

Modulbasiertes Engineering für ProSafe RS

iDefine bietet eine bibliotheksgestützte Modul-Engineeringfunktion. Das heißt Anwender können sich vordefinierte und geprüfte SIS-Typicals in ihr aktuelles Projekt laden. Von dort können diese über Bulkengineering-Funktionen instanziiert werden. Dies spart nicht nur Zeit, sondern gewährleistet auch fehlerfreies Engineering der Sicherheitsrelevanten Loops. Sind alle Safety Instrumented Functions (SIF) projektiert und getestet, können sie über die integrierte Schnittstelle von iDefine in das ProSafe RS System übertragen werden.

Modulbasiertes Engineering mit iDefine

Modulbasiertes Engineering mit iDefine

Functional Safety Management Unterstützung

Im Vergleich zu herkömmlichen Editoren z.B. Functional Block Diagram (FBD) or Ladder Logic, orientiert sich der iDefine Logik Editor stärker an Safety Requirement Specifications (SRS). Der iDefine Logik Editor liefert eine präzise Darstellung der SRS mit Cause & Effect, State transition diagram. All dies kann ohne spezielle Programmierkenntnisse erfolgen. Durch die stärkere Orientierung an den SRS kann die Projektierung in iDefine ohne Anpassung als Dokumentation verwendet werden. Im Klartext heißt das, dass die Dokumentation immer auf dem aktuellsten Stand ist. Zu jedem Zeitpunkt in der Projektierung und später im Life Cycle. Ein echter Vorteil.

iDefine - Functional Safety Management System im Überblick

iDefine - Functional Safety Management System im Überblick

SIF definieren und sofort testen

Das Verhalten der Safety Instrumented Function (SIF) kann dynamisch erfasst und überprüft werden. Dies ist über die ESD Simulator Funktion, auch oben im Bild zu erkennen, möglich. Dies schafft einen erheblichen Zeitvorteil bei der Projektierung. Bereits beim Definieren der SIF werden diese getestet, evtl. Fehler erkannt und sofort beseitigt. Dies würde sonst u.U. erst beim FAT oder sogar bei der Inbetriebnahme auffallen. Ein Ändern und Dokumentieren ist hier erheblich aufwändiger oder zum Teil dann gar nicht möglich.

Kurz gefragt: Ein Anwenderkommentar

von Diana Vargas Avila
Air Liquide Senior Project Engineer, Process Control & Control Systems
– Digital Initiatives Innovation and Development Frankfurt & Kraków
Air Liquide Local Senior Expert

Frage: “Frau Vargas, wo sehen sie die Vorteile von iDefine?”

Antwort: “Sicherheit und Standardisierung sind für unsere Anlagen immens wichtig. Unsere geprüften und bewährten SIS Typicals schnell und sicher in neuen Projekten zu engineeren und zu prüfen sichert unsere Qualität und Wettbewerbsfähigkeit durch reduzierte Engineering-Kosten und Zeit. Mit iDefine stellt Yokogawa hier eine Software zur Verfügung die dies reibungslos ermöglicht.”

Frage: “Gibt es noch weitere Vorteile und war der Einstieg in iDefine schwierig?”

Antwort: “Ich sehe als weiteren Vorteil, dass die Module als Cause&Effect, State Machine sowie Sequences konfiguriert werden können. So kennt es der  Anwender. Das vereinfacht die Konfiguration und ermöglicht eine bessere Übersicht. Auch wenn wir uns erst an das neue Tool gewöhnen mußten, finden wir dass die Vorteile die Mühe wert sind. Ein weiterer Vorteil ist die Integration mit AD-Suite, die es uns erlaubt ein besseres Alarm Management und High Performance HMI zu haben.”

Wenn Sie mehr erfahren möchten, oder Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne. Was ist Ihre Meinung? Dann hinterlassen Sie einen Kommentar.

 

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