Drahtlos sicher bis SIL2 mit PROFIsafe

Drahtlos sicher bis SIL2 mit PROFIsafe

von 13. April 2018

Tradition und Moderne – typisch japanisch eben

Immer dann, wenn uns etwas Neues über den Weg läuft, greifen wir gerne doch auf Altbewährtes zurück. Und zwar weil wir uns damit auskennen und in einer sich immer schneller verändernden Welt auch kein Risiko eingehen wollen. Dies gilt besonders bei funktionaler Sicherheit! Denn hier steht die Sicherheit im Vordergrund und nicht der technische Fortschritt.
Oder schließt sich das vielleicht gar nicht aus?

Japan steht wie kaum ein anderes Land dafür, Tradition und Moderne zu verbinden. Buddhistische Tempel befinden sich nur ein paar Minuten von der Ginza, dem zentralen Stadtteil und Shopping-Mekka Tokyos, entfernt. Diese gehören ebenso zu Japan wie der traditionelle Bambusfächer in der einen und das neueste Smartphone in der anderen Hand.

Funktionale Sicherheit drahtlos – geht das? das geht!

Funktionale Sicherheit und drahtlose Kommunikation fügen sich nahtlos in das Bild von Tradition und Moderne ein. Mit der Version 4.03.10 von ProSafe RS hat Yokogawa bereits 2017 eine drahtlose Kommunikation im Bereich der sicherheitsgerichteten Steuerungen vorgestellt. Der Gassensor GS01 der Firma Draeger arbeitet 24 Monate batteriebetrieben im explosionsgefährdeten Bereich, zertifiziert für sicherheitsgerichtete Applikationen bis SIL2. Die geringen Installations- und Wartungskosten – die Batterie kann im laufenden Betrieb getauscht werden – machen diese Lösung in Verbindung mit der Datenübertragung via ISA 100 Wireless zu einem wahren Champ. Und dank der verwendeten sicheren Kommunikation nach PROFIsafe-Standard geht man bei funktionaler und bei der Cyber-Sicherheit keine Kompromisse ein. Bei PROFIsafe handelt es sich um eine Technologie, bei der PROFINET oder PROFIBUS für funktionale Sicherheit eingesetzt werden kann.

Drahtlos kommuniziert die Sicherheitssteuerung ProSafe RS mit einem Gas-Sensor – zertifiziert für Anwendungen bis SIL2

Bei Safety gibt es nur schwarz und weiß (?)

Die IEC60508 unterscheidet bei der Kommunikation zwischen sicherheitsgerichteten Komponenten White Channel und Black Channel. Bei beiden Möglichkeiten können mehrere Kommunikationsprotokolle wie z.B. Modbus oder Profibus zur Kommunikation eingesetzt werden. Bei der sogenannten White Channel-Methode muss dabei jeder Kanal nach den Richtlinien der IEC61508 implementiert bzw. designt werden. Bei der von Yokogawa verwendenten Black Channel-Methode wird eine sogenannte “End-to-end” Safety-Methode eingesetzt. Dies ist hier der PROFIsafe-Standard, bei dem eine End-to-end-Veschlüsselung verwendet wird. Eine Manipulation der Kommunikation bei einem der zur reinen Übertragung eingesetzten Protokolle ist ausgeschlossen. Oder er würde als solche erkannt werden. Die Safety-Steuerung würde dann in einem solchen Fall genau das tun, wofür sie da ist und den sicheren Zustand herstellen.

Die PROFIsafe Kommunikation arbeitet nach dem Black Channel Prinzip gemäß IEC61508

ACHEMA 2018 – seien auch sie auf Draht

Die hier im Blog beschriebene Lösung können Sie sich live auf der Achema (11.-15. Juni 2018) auf dem Yokogawa-Stand E16 in Halle 11.1 anschauen.

Was halten sie von der Wireless-Technologie? Ausgereift oder nicht, wo sehen sie Vor- oder Nachteile? Diskutieren sie mit!

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