Emotionen raus, Daten rein – Big Data im Sport

Emotionen raus, Daten rein – Big Data im Sport

von 27. Juni 2018

Deutschland vor, noch ein Tor!

Und? Sitzen Sie schon auf heißen Kohlen? Ist das Bier schon kalt gestellt und steht die Großleinwand in Ihrem Betrieb schon bereit? Heute lassen viele von Ihnen sicher pünktlich um 16 Uhr die Griffel fallen und schauen gebannt, wie sich unser Fußball-Nationalteam gegen Südkorea schlägt. Auch unsere Datenanalyse-Gruppe hat schon Chips und … Cola bereit gestellt.

Fußball und Datenanalyse? Big Data im Profisport? Ach Gott, gleich wird uns Kommentator Béla Réthy wieder mit seinen unnützen Statistiken “beglücken”. Irgendwie sieht der sowieso immer ein anderes Spiel als wir Fernsehcouch-Zuschauer, die wir doch eh die besseren Trainer sind. Und dann auch noch Oliver Kahn als vermeintlicher Experte im TV-Studio…

Ist Big Data der bessere Trainer?

Wussten Sie schon, dass genau dieser Kahn während der Spiele fortlaufend von der Hochschule for angewandtes Management (HAM) mit Analysen versorgt wird? Big Data ist längst in der Fußballwelt angekommen und dort auch nicht mehr wegzudenken. Raumanalysen, Passstärke, wie viele Gegner wurden mit Pässen oder Dribblings kaltgestellt – Informationen, die viel mehr aussagen als reiner Ballbesitz und Passquoten. Irgendwann wird kein Spieler mehr umhinkommen, mit jeder Menge Sensoren bestückt das Spiel zu bestreiten, um beispielsweise erkennen zu können, welcher der Akteure ausgewechselt werden sollte.

Aber nicht nur das. Auch im Scouting oder hinsichtlich der Einschätzung von Spielerpersönlichkeiten wird mehr und mehr auf Datenanalysen gesetzt, um die talentiertesten Spieler zu erkennen und ein Team sinnvoll zusammenzustellen. Getrieben durch neue Techniken wie hochauflösende Kameras, aber auch vielfältige Daten aus dem Internet entsteht so ein riesiger Datenpool mit jeder Menge Informationen zu Spielern und Spielen, die durch Big-Data-Algorithmen analysiert werden und so zusätzliche Impulse für taktische Entscheidungen geben können.

Ersetzen also Datenanalysen bald den Trainer?
Nein!
Es braucht die Erfahrung und das Verständnis für das Spiel, um die richtigen Schlüsse aus den Daten ziehen zu können. Und manchmal auch das richtige Bauchgefühl, das unser Bundes- Jogi heute Abend hoffentlich hat (auch wenn unseres natürlich besser ist).

Geld ist alles!

Alles Quatsch mit der Datenanalyse? Funktioniert im Fußball nicht?
Schauen Sie gerne mal einen guten Film?
Dann habe ich an dieser Stelle einen Tipp: Moneyball. Da geht es – basierend auf einer wahren Begebenheit – zwar “nur” um Baseball, zeigt aber eindrücklich (und dabei unterhaltsam), was im Sport mit einer Datenanalyse möglich ist!

Aber zurück zum Fußball

Gott sei Dank bestimmt zu 40 % der Zufall, ob ein Ball ins Tor fliegt oder nicht. Es bleibt also spannend! Also kräftig Daumen drücken und viel Spaß beim Zuschauen!
Übrigens: Wen die ewig schlechten Kommentatoren nerven: Unter Be Béla kann man sich einmal selbst daran versuchen. Falls Ihr Euch traut, lasst uns bitte teilhaben und postet den Link hier in den Kommentaren oder twittert ihn uns gerne zu!

SBA und Datenanalyse total verdreht

Prädiktive Anlagenüberwachung weitergedacht

Chemieproduktion 5.0 – Lösungsansätze gab’s beim cav InnovationsFORUM

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Noch keine Kommentare

Seien Sie der Erste, der einen Kommentar schreibt.

Ihre Daten sind sicher!Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Es werden keine Daten mit Dritten geteilt.