EuroPACT in Kopenhagen: EU-weiter PAT-Trialog

EuroPACT in Kopenhagen: EU-weiter PAT-Trialog

, 4. März 2020

Seit einigen Jahren ist Werner Worringen als Industry Marketing Manager Analytical Solutions bei Yokogawa Deutschland tätig. Seitdem engagiert er sich auch in zahlreichen Gremien rund um die Prozessanalytik. So unter anderem als Mitglied des erweiterten Vorstandes auch im Arbeitskreis Prozessanalytik (AK PAT), der 2005 ins Leben gerufen wurde und mittlerweile bereits 365 Mitglieder vorweisen kann. Der AK PAT ist ein Arbeitskreis der Fachgruppe analytische Chemie innerhalb der Gesellschaft deutscher Chemiker (GDCh), die eng mit der DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) zusammen arbeitet. So auch mit Blick auf die EuroPACT. 

Hallo Werner, in rund drei Monaten ist es soweit: Vom 18. bis zum 20. Mai findet die EuroPACT in Kopenhagen statt. Wofür steht „EuroPACT“ eigentlich?

Werner Worringen: Das ist eine schöne Anfangsfrage. EuroPACT steht für European Conference on Process Analytics and Control. Es geht also um Prozessanalytik – und um deren Einbindung in den Prozess. Die Prozessanalytik ist ein sehr dynamischer Bereich und stellt sozusagen das Navigationsinstrument durch den Prozess dar. Wirksam wird das aber erst, wenn ich damit regelnd in den Prozess eingreifen kann. Deshalb eben auch das „Control“ in EuroPACT. Das gehört zusammen. Mit dem Prozess fängt es ja eigentlich an und dann kommt die Fragestellung, welches Navigationsinstrument denn dafür gebraucht wird.

Was erwartet die Besucher bei dieser Veranstaltung?

Worringen: Die Besucher erwartet ein Programm rund um die Themen innovative PAT, der Weg von den PAT-Daten hin zum Einsatz der PAT für Monitoring, Control & Optimization, PAT und digitale Kommunikationsstrukturen (die PAT ist keine Einsiedelei). Der Kürze halber in Stichworten: Ein Vorprogramm durchgeführt von der Universität Kopenhagen, den Kern bilden die Fachvorträge, eine permanente Posterausstellung, sowie eine Ausstellung der Hersteller. Und vor allem: Netzwerken ohne Ende. Alles Weitere steht auf der Website der DECHEMA, ab Anfang März auch das volle Programm.

Das alljährliche PAT-Kolloquium lebt vor allem vom gelebten Trialog zwischen Anwendern, Herstellern und Doktoranden. Was macht dagegen die EuroPACT aus?

Worringen: Das gleiche Konzept, aber auf europäischem Niveau. Das jährliche Kolloquium des AK-PAT ist eine Veranstaltung des themenoffenen, zwanglosen Austausches und Netzwerkens in der DACH-Region. Der Begriff „gelebter Trialog“ ist dabei nicht übertrieben. Die EuroPACT ist die Übertragung dieses Konzepts auf die europäische Ebene und das europäische Netzwerk. Dort gibt es auch Beteiligungen bzw. Verbindungen zum Beispiel zu CPAC und APAC und weiteren PAT-relevanten Organisationen. Nennen wir es doch einfach: PAT-Trialog in der EU.

Und warum findet diese ausgerechnet in Dänemark statt?

Worringen: Als europäische Veranstaltung findet die EuroPACT an wechselnden Orten in Europa statt. In diesem Jahr eben bei den Kollegen in Kopenhagen. Vor sechs Jahren war Barcelona der Veranstaltungsort und vor drei Jahren Berlin. Die EuroPACT 2020 ist meine erste EuroPACT an der ich mich beteilige, aktiv und passiv. Berlin wäre die Gelegenheit gewesen, in diesem Kreis präsent zu sein. Aber andere Aktivitäten und, ja auch, zu wenig Aufmerksamkeit haben mich die Veranstaltung verpassen lassen, was ich hinterher sehr bereut habe. Mit diesem Interview möchte ich auch gerne bewirken, dass das Anderen nicht passiert.

Wer richtet die EuroPACT aus?

Worringen: Ausrichter der EuroPACT ist die DECHEMA. Fachlich organisiert wird sie von einem Organisationsteam des AK-PAT und PAT-Experten aus den entsprechenden Ländern.

Worauf freust du dich bei der EuroPACT besonders?

Worringen: Ich freue mich besonders auf ein wachsendes Netzwerk und die PAT-Horizont-Erweiterung. Ein bisschen natürlich auch auf Kopenhagen. Vor allem aber auch auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen vom AK-PAT im Vorfeld und vor Ort. PAT ist einfach ein spannendes Thema.

 

HINWEIS: Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus wurde die EuroPACT mittlerweile abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir halten Sie auf dem Laufenden.


 

PAT-Kolloquium 2019: Spannender Austausch – und Yokogawa mittendrin

Hat NOA (k)ein Henne-Ei-Problem?

Interessante Vorträge und spannende Podiumsdiskussion: Gelungener erster Tag des PAT-Kolloquiums

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Noch keine Kommentare

Seien Sie der Erste, der einen Kommentar schreibt.

Ihre Daten sind sicher!Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Es werden keine Daten mit Dritten geteilt.