Happy Birthday, IoT: Das Internet of Things feiert seinen 20. Geburtstag

Happy Birthday, IoT: Das Internet of Things feiert seinen 20. Geburtstag

27. Februar 2019

Ob E-Health, Smart-Home, Smart-Car, Smart City oder Smart Production – all diese Bereiche, die sich in der jüngeren Vergangenheit mehr und mehr herausbildeten, sind typische Beispiele für das sogenannte „Internet of Things“ (IoT) oder auf Deutsch: das „Internet der Dinge“.

Dafür, dass dieser längst gängige Begriff vor wenigen Tagen, genauer gesagt am 21. Februar (bereits) seinen 20. Geburtstag feiern konnte, ist der britische Technologe Kevin Ashton verantwortlich. Denn der 50 Jahre alte Brite verwendete die heute so gängige Abkürzung „IoT“ im Jahr 1999 zum ersten Mal. Und zwar im Zuge seiner Entwicklung damaliger Sensor- und Identifikationstechnologien, die er Ende der 1990er-Jahre am Massachusetts Institute of Technology vorantrieb. Diese bildeten rückblickend die Grundlagen für den Datenaustausch zwischen Maschinen. Also, anders gesagt, für das Internet der Dinge, welches die Kommunikation smarter Geräte untereinander, aber auch mit dem Menschen mittels eines digitalen Netzes beinhaltet.

Offene, spontane Verbindungen zwischen Sensoren

Laut Ashtons Definition handelt es sich bei IoT um „Sensoren mit Internetverbindung, die sich wie das Internet verhalten“. Und zwar indem sie offene, spontane Verbindungen herstellen, Daten ungehindert austauschen und unvorhergesehene Anwendungen unterstützen. Computer können so die Welt um sie herum verstehen und zum Nervensystem der Menschheit werden.“

Und wenn man sich mit Blick auf den heutigen Alltag einmal den immensen Einfluss von Asthons Schöpfung vergegenwärtigt, ist es kaum verwunderlich, dass er, der „Vater“ das IoT-Begriffs, mittlerweile als wahrer Technologie-Pionier gesehen wird. Besonders verständlich wird diese Huldigung, wenn man sich einmal die Entwicklung ins Gedächtnis ruft. So steigt weltweit die Zahl der vernetzten Geräte seit 2013 um jährlich 33 Prozent an. Bereits 2016 wurden weltweit 6,4 Milliarden vernetzte Geräte gezählt. Zusätzliche Bestätigung erfährt Ashtons Schöpfung, wenn man sich einmal vorstellt, dass das IoT von heute auf morgen gestoppt oder gar wieder abgeschafft würde.

Die weltweiten Folgen wären fatal.

Kein IoT = viel Stillstand

Nicht unbedingt, weil Amazons Alexa und Google Home nichts mehr zu erzählen oder die berüchtigten Hacker kaum noch etwas zu tun hätten. Sondern vielmehr, weil Sensoren keine Daten mehr liefern, Maschinen so keine Steuerbefehle mehr entgegennehmen und somit ganze Fabriken stillstehen würden.

Denn IoT funktioniert – zumindest gemessen an dem allumfassenden Effekt – relativ simpel, nämlich zumeist nach dem Sender-Empfänger-Erkenner-Prinzip. Gegenstände (Sender) stellen über Mobilverbindungen im Internet Informationen über den eigenen Zustand oder zu ihrer direkten Umgebung zur Verfügung. Diese wertet der Empfänger aus und analysiert sie. Und schließlich erfolgt eine Reaktion – entweder durch entsprechende Algorithmen in einem Analysesystem oder (immer seltener) den Menschen (Erkenner).
Dieser Ablauf ist dabei nicht nur auf den Bereich Produktions- oder Logistikprozesse (von Fernwartung über optimale Produktionszeit und -genauigkeit bis hin zu Diebstahlschutz) übertragbar. Auch die Bereiche Smart Home (z.B. automatische Heizungsregulierung oder Steuerung der Rollo-Anlage), Smart Car (z.B. Reifendruck-Sensorik) oder E-Health (z.B. Fitnesstracker) funktionieren nach diesem Muster und sollen im ersten Schritt den Alltag einfacher und sicherer machen sowie Zeit und Kosten sparen.

Entwicklungen nicht ignorieren, sondern aktiv an ihnen teilhaben

Diesen Weg in die Digitalisierung beschreiten wir immer zügiger, ein Ende ist längst nicht in Sicht. Entsprechend kann über die Tragweite, die IoT in Zukunft noch haben wird, derzeit nur spekuliert werden. Fakt ist allerdings: Das Internet der Dinge hat schon bis heute nicht nur Produktions- und weitere Prozesse im beruflichen und privaten Alltag entscheidend umgekrempelt. Vielmehr hat es auch die eine oder andere vermeintliche Gewissheit zu einer Ungewissheit transformiert. Oder diese gar komplett aus dem Alltag getilgt. Sicher ist auch, dass man in dieser Zeit des Wandels der modernen (Produktions-)Gesellschaft genau eines nicht tun sollte: diese Entwicklung ignorieren. Denn auch wenn wir nicht wissen, wie wir unter dem fortlaufenden digitalen Einfluss in den nächsten 20 Jahren leben, arbeiten oder produzieren (lassen) werden, so ist eines um sicherer: IoT, Digitalisierung und Industrie 4.0 sind nicht nur unaufhaltsam, sie beinhalten vielmehr auch weiterhin zahlreiche Chancen, die revolutionäre Umwälzungen und Veränderungen nun mal – folgerichtig – mit sich bringen. Und diese sollte man möglichst von Beginn an aktiv begleiten, um Einfluss nehmen zu können und Risiken minimal wie möglich zu halten. Denn: Nur daneben stehen und dabei zusehen, wie sich die Welt weiterentwickelt, das kann und sollte niemand wollen.

In diesem Sinne: Danke, Kevin Ashton und happy Birthday, Internet of Things. Auf die nächsten 20 Jahre.


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