KRITIS – was ist das eigentlich? (Teil 1)

KRITIS – was ist das eigentlich? (Teil 1)

von 11. September 2018

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden (Quelle: BSI https://www.kritis.bund.de/SubSites/Kritis/DE/Einfuehrung/einfuehrung_node.html): Schließlich sind wir alle ausnahmslos darauf angewiesen, dass der Strom aus der Steckdose kommt, unser Trinkwasser aus dem Hahn fließt, die IT und das Verkehrsnetz funktionieren – Stichwort: Lebensadern unserer Gesellschaft (Quelle: Schutz Kritischer Infrastrukturen – Risiko- und Krisenmanagement; Stand: Mai 2011).

Allzeit verfügbar – Abwehrsystem für die KRITIS

Derlei kritische Infrastrukturen sind allerdings mannigfaltigen Gefahren ausgesetzt: extremen Wetter- und Witterungsbedingungen, menschlichem Fehlverhalten oder technischem Versagen. Fallen kritische Infrastrukturen ganz oder teilweise aus, kann dies zu erheblichen Belastungen für Staat, Wirtschaft und große Teile der Bevölkerung führen (Quelle: Schutz Kritischer Infrastrukturen – Risiko- und Krisenmanagement; Stand: Mai 2011). Die Verfügbarkeit, Sicherheit und Security von IT-Systemen spielt speziell im Bereich der kritischen, schutzbedürftigen Infrastrukturen eine immens wichtige und zentrale Rolle.

Quelle: Amazon

Um die Wichtigkeit zu veranschaulichen, werfen wir doch einmal einen kurzen Blick auf den menschlichen Organismus. Auch hier besteht die elementare Wichtigkeit, die Feinde des Körpers zu kennen: Bakterien, Viren, Schmutzteilchen, schädliche Stoffe und Gifte, wurden uns unter anderem in der französischen Zeichentrickserie ‚Es war einmal … das Leben‘ beigebracht.

KRITIS auf dem Weg in die globale Digitalisierung

In diesem kindgerechten TV-Format wurde uns gezeigt, dass alles seine Zeit hat und Erneuerungen sowie Veränderungen unterworfen ist. Und genau wie unser faszinierend funktionierender Körper sich kontinuierlich in einem bestimmten Zyklus jedes Mal auf ein Neues evolviert, um aktiv am Leben teilnehmen zu können, befindet sich jetzt auch die KRITIS auf dem Weg in das digitale Zeitalter. Auch sie muss wettbewerbsfähig bleiben  und die sich bietenden betriebswirtschaftlichen Potenziale maximal ausschöpfen.
Systeme und Anlagen werden immer mehr mit der Außenwelt verbunden, um Prozesse zu steuern und zu überwachen. Diese agile Konnektivität der Netze hat ihre Vorteile. Die Kosten sinken, die betriebliche Effizienz steigt, die Gesundheit der Mitarbeitenden wird geschont, und es ist möglich, Interoperabilität zwischen bestehenden und neuen Systemen herzustellen.

Resilienz: Eine große Kraft von innen

Kurz zurück zum menschlichen Organismus: Dieser verfügt ebenso über komplexe Schutzmechanismen, um sich gegenüber Krankheitserregern zur Wehr zu setzen. Eine erste schützende Barriere bilden Haut und Schleimhäute. Können Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren diesen Schutzwall überwinden, werden verschiedene Zellen des Immunsystems aktiv.

Doch wie sieht vergleichsweise die Resilienz kritischer Infrastruktursysteme aus? Ist das Fundament Security gelegt? Laut des Bitkom-Präsidenten Achim Berg, brauchen Deutschland und Europa eigene Kompetenzen in Bereichen wie der Cybersicherheit, künstlicher Intelligenz, Blockchain oder 3D-Druck. Unsere digitale Souveränität müssen wir dabei erhalten. Digitale Souveränität bedeutet nicht nur, dass wir neue Technologien souverän einsetzen. Es bedeutet ebenso, dass wir sie in größere Systeme einbetten, sichern und in besonders kritischen Bereichen selbst entwickeln und herstellen können (Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Praesident-Achim-Berg-zur-Hightech-Strategie-2025.html ).

Lesen Sie am kommenden Freitag die Fortsetzung dieses Blog-Beitrags!


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