Ökosysteme – Neue Geschäftsmodelle: Wichtig für die Disruptionsstrategie

Ökosysteme – Neue Geschäftsmodelle: Wichtig für die Disruptionsstrategie

25. November 2019

Die Weltwirtschaft befindet in einem gewaltigen technologischen Umbruch – auch genannt: digitale Transformation.

Industrie 4.0 beschreibt einen grundlegenden Innovations- und Transformationsprozess industrieller Wertschöpfung. Leitmotive dieses Wandels sind neue Formen des Wirtschaftens und Arbeitens in globalen, digitalen Ökosystemen: Heute noch starre und fest definierte Wertschöpfungsketten werden abgelöst durch flexible, hochdynamische und weltweit vernetzte Wertschöpfungsnetzwerke mit neuen Arten der Kooperation. Datengetriebene Geschäftsmodelle stellen Kundennutzen und Lösungsorientierung in den Vordergrund und ersetzen die Produktzentrierung als vorherrschendes Paradigma industrieller Wertschöpfung. Verfügbarkeit, Transparenz und Zugang zu Daten sind in der vernetzten Ökonomie zentrale Erfolgsfaktoren und definieren maßgeblich die Wettbewerbsfähigkeit.

Industrie 4.0 ist im Geschäftsleben und den Medien derzeit Gesprächsthema Nummer eins. Doch nicht nur die digitale Revolution im industriellen Bereich schreitet immer weiter voran. Auch alle anderen Sektoren wie der Gesundheitsbereich entwickeln sich ebenso konsequent wie drastisch weiter. Mit dem Begriff „Healthcare 4.0“  spielen folgerichtig derzeit viele. Wir sehen in den Medien das Aufkommen einiger innovativer Trends, die dem Gesundheitswesen und natürlich uns als Anwendern zugutekommen.

Healthcare 4.0 – Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG)

Kennen Sie schon das DVG? Das Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation, welches am 27. September 2019 in der ersten Lesung im Bundestag beraten wurde? Mittels eines securen Datennetzes im Gesundheitswesen einfach von überall Online-Sprechstunden nutzen. Oder Apps auf Rezept. All diese Dinge ermöglicht das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitales-Versorgung-Gesetz – DVG).

Praktische Health Gadgets – Gesundheits-Apps auf Rezept

Viele von uns nutzen schon jetzt diverse Gesundheits-Apps. Diese unterstützen uns zum Beispiel dabei, Arzneimittel regelmäßig einzunehmen oder Blutzuckerwerte zu dokumentieren. Künftig können solche Apps vom Arzt verschrieben werden. Die Kosten dafür zahlt die gesetzliche Krankenversicherung. Damit das möglichst unbürokratisch möglich ist, wird der Zugang für die Hersteller erleichtert: Nachdem die App vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Datensicherheit, Datenschutz und Funktionalität geprüft wurde, wird sie ein Jahr lang vorläufig von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet. In dieser Zeit muss der Hersteller beim BfArM nachweisen, dass seine App die Versorgung der Patienten verbessert. Wie viel Geld der Hersteller erhält, verhandelt er dann selbst mit dem GKV-Spitzenverband.

Digitales Netzwerk für den Gesundheitsbereich

Was heiß das konkret? Patientinnen und Patienten sollen digitale Angebote wie die elektronische Patientenakte möglichst bald flächendeckend nutzen können. Videosprechstunden sollen Alltag werden.

Vivy – Musterbeispiel für das Gesundheits-Ökosystem

Vivy nutzt den digitalen Wandel im Gesundheitswesen und vernetzt Vivy-Patienten, Versicherer und Leistungserbringer wie Ärzte und Labore. Private Krankenversicherungen (PKV) und gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) nutzen gemeinsame Synergien und schaffen es durch Vivy, den Menschen besser hinsichtlich seiner Gesundheit zu unterstützen. Vivy ist die digitale Plattform für Gesunde und Kranke, um sich mit Ärzten, Krankenhäusern, Laboren, Krankenversicherungen sowie gesundheits- und fitnessrelevanten Anbietern zu vernetzen. Digital vernetzt und ganz wichtig: interoperabil. Denn auch Fitnesstracker sollen sich mit Vivy koppeln lassen.

Interoperabilität – Grundstein für die nahtlose Zusammenarbeit aller Akteure

In der kompetitiven Geschäftsumgebung von heute ist die nahtlose Zusammenarbeit aller Akteure gefragt, um die komplexe Gestaltung von dezentral organisierten Ökosystemen meistern zu können. Hilfe von Partnern, die die eigenen Stärken um weitere relevante Fähigkeiten ergänzen, wie Technologie-, Daten-, Analyse oder Kunden- und Branchenkenntnisse, die als Innovationsquelle dienen können. Kooperation und offene Ökosysteme ermöglichen natürlich Pluralität und Flexibilität.

In den kommenden Blog-Artikeln widmen wir uns konkreten Anwendungsbeispielen im Hinblick auf die Interoperabilität in der Industrie. 


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