PAT-Kolloquium: Spannender Austausch – und Yokogawa mittendrin

PAT-Kolloquium: Spannender Austausch – und Yokogawa mittendrin

, 9. März 2020

„Wir haben das PAT-Kolloquium nach den grundlegenden Prinzipien der PAT-Messtechnik ausgerichtet. Denn diese gehen alle Teilnehmer an, die sich mit Prozessanalytik beschäftigen. Dabei haben wir das Programm aber bewusst sehr offen gehalten“, berichtete Prof. Dr. Christoph Herwig, Vorsitzender des Arbeitskreis Prozessanalytik (AK PAT), mit Blick auf das zurückliegende Herbstkolloquium in Marl (Videobeitrag am Ende des Artikels), welches Ende 2019 stattfand. Hauptziel der wichtigsten deutschsprachigen Veranstaltung zum Themenfeld Prozessanalytik und Prozessanalysenmesstechnik sei der sogenannte „Trialog“ zwischen den Wissenschaftlern, Geräteherstellern und Anwendern, um die Grenzen zwischen den Disziplinen zu überschreiten und so Personen mit  unterschiedlichen Kulturen aus den verschiedenen Prozessindustrielandschaften zusammenzuführen.

„Wir wollten die Plattform für einen großen Austausch bieten. Und das hat auch in diesem Jahr wieder toll funktioniert“, freute sich Herwig vor dem Hintergrund des gelungenen dreitägigen Branchentreffs, der wie gewohnt von der DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.), der GdCH (Gesellschaft deutscher Chemiker) und dem AK PAT organisiert wurde. Ausrichter des 15. Kolloquiums war die Evonik Industries AG.

„Stetige Steigerung der Besucherzahlen und des Programms“

Der diesjährige Themenschwerpunkt lautete: „PAT in der industriellen Anwendung – Innovative Prozessanalytik als zentrales Element im Produktionslebenszyklus“. Rund 150 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. „Meine Eindrücke sind insgesamt sehr gut. Das ist mein drittes Kolloquium. Und ich sehe von Jahr zu Jahr eine stetige Steigerung in Sachen Besucherzahlen und Programm“, sagte folgerichtig Reinhard Gehrmann, Product Manager Analytical Solutions bei Yokogawa, der Teil des vierköpfigen Stand-Teams von Yokogawa war. Ausgestellt wurde bei der Veranstaltung neben dem Gaschromatografen (GC 8000) auch der TDLS8000.

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Neben der gelungenen Opening Session („PAT im industriellen F&E-Umfeld“) inklusive spannenden Diskussionen im Rahmen des World Cafés sowie acht interessanten Vorträgen zu den Sessions „Wozu messen wir?“ und „Wie messen wir richtig?“, gab es ein weiteres Highlight der ersten beiden Veranstaltungstage. Nämlich die Podiumsdiskussion, die von den AK-PAT-Vertretern Herwig, Dr. Tobias Eifert, Dr. Matthias Odenweller und Werner Worringen (Yokogawa Deutschland) zum Thema „Arbeitskreis Prozessanalytik – die nächsten 15“ anmoderiert und -diskutiert wurde.

Qualitativ und quantitativ hochwertige Tage

Auch am dritten und letzten Kolloquiumstag knüpfte das Programm qualitativ und quantitativ nahtlos an die anderen beiden Tage an. So folgten im Rahmen der Session 3 „Wie messen wir dauerhaft richtig?“ die Vorträge „Probleme, Fehler und Herausforderungen in der Aufbereitung von Gasen“ von  Jörg Erens und „Industrielle Anwendungen der Niederfeld-NMR-Spektroskopie für die Prozess und Qualitätskontrolle von Silanen“ von Dr. Matthias Abele. Dem schlossen sich „Einsatz der NIR-Spektroskopie in gasförmigen Prozessmedien“ von Andreas Gräfe und „Ionenmobilitätsspektrometrie und Quantenkaskadenlaser für die Spuren-Gasanalytik in der PAT“ von Marc Vahlenkamp an.

„Ich bin sehr positiv überrascht, wie groß die Bandbreite der Teilnehmer des Kolloquiums ist. Das gesamte Kolloquium ist super organisiert. Die Vorträge sind interessant und vielfältig. Es gibt spannende Gespräche. Und man bekommt einen schönen Ausblick, wo es in Zukunft womöglich hingehen kann“, erklärte Sascha Gölz. Der Service Engineer Analytical Solutions bei Yokogawa bekam ebenso wie die übrigen Teilnehmer in der folgenden Session 4 zum Thema „Wie messen wir in Zukunft?“ folgende vier Vorträge präsentiert: „Online reaction monitoring of the biocatalytic synthesis of aromatic amino alcohols via benchtop-NMR” von Dr. Christiane Claaßen, “Bildoptische Inline-Erfassung von Kristallgrößen mit einer telezentrischen Durchlichtsonde im Schattenwurfprinzip“ von Dominic Wirz, “Die Relevanz der PAT im Kontext einer ganzheitlichen Digitalisierung verfahrenstechnischer Anlagen“ von Dr. Kai Dadhe sowie „Prozessanalysator 4.0 und NAMUR Open Architecture“ von Dr. Rudolf Lehnig.

Strahlende Sieger bei „Prozessanalytik-Preis“ und Posterslam

„Es ist insgesamt ein tolles Miteinander. Beeindruckend waren dabei nicht nur die Vorträge oder die Podiumsdiskussion, sondern auch der Posterslam, bei dem die Junganalytiker wieder eindrucksvolle Ergebnisse präsentiert haben“, befand Tobias Eifert, Vorstandsmitglied des AK PAT. Den diesjährigen Posterslam gewann das vierköpfige Team um Katharina Dahlmann (Institut für Technische Chemie, Leipzig Universität Hannover) mit dem Poster zum Thema „Online monitoring of the cell specific oxygen uptake rate (qOUR) with an in-situ combi-sensor”.

Auf dem zweiten Platz landete Thomas Schiewe “Photon Density Wave spectroscopy for in-line monitoring of biomass and Polyhydroxyalkanoate (PHA) formation in high-cell-density bioprocesses”. Justus Wöhl (RWTH Aachen Universität, Lehrstuhl für Technische Thermodynamik) schnappte sich mit seinem Werk zum Thema „Automatisierte Modellerstellung für die Spektrenauswertung mit IHM: Beste Vorhersage statt bester Fit“ den dritten Platz unter den rund 50 Teilnehmern. Bereits bei der stimmungsvollen Abendveranstaltung im Revuepalast Ruhr tags zuvor hatte Martin Gluch Grund zur Freude gehabt. Er wurde für seine herausragende Masterarbeit mit dem „Prozessanalytik-Preis 2019“ ausgezeichnet.

Themenvielfalt und reger Austausch

Werner Worringen, Industry Marketing Manager Analytical Solutions bei Yokogawa Deutschland und Mitglied des erweiterten Vorstandes des AK PAT, fasste das diesjährige 15. PAT Kolloquium abschließend treffend zusammen: „Hier werden viele Diskussionen geführt und ein reger Austausch findet statt. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, dass die Themenvielfalt in diesem Jahr noch weiter zugenommen hat. Wir als Yokogawa sind Teil der gesamten PAT-Familie. Deshalb ist es uns sehr wichtig, hier dabei zu sein und mitzugestalten. Wir bringen uns gerne ein und freuen uns umgekehrt aber auch, hier zu lernen für unsere eigenen Entwicklungen.“

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Yokogawa beim PAT-Kolloquium 2019 im Video


Interessante Vorträge und spannende Podiumsdiskussion: Gelungener erster Tag des PAT-Kolloquiums

Opening Session PAT-Kolloquium: Spannende Impulsvorträge und rege Diskussionen

PAT-Kolloquium 2019: Der Blick weitet sich

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