Systemintegration – wenn weniger mehr ist

Systemintegration – wenn weniger mehr ist

von 27. Juli 2018

Jupp? Wo ist Jupp? Jupp ist beim Analysencontainer an der Anlage 3, denn der macht mal wieder Probleme. Bereits zum dritten Mal in diesem Monat. Der Container ist mehr als 20 Jahre alt und müsste schon längst ersetzt werden. Allein: Die Anlage wird in fünf Jahren erneuert und deshalb wird aktuell nicht mehr in neue Analysentechnik investiert. Zum Glück kennt der Jupp sich aus; Jupp hat es noch immer wieder hingekriegt. Irgendwie. Aber in zwei Jahren geht Jupp in den Ruhestand. Und dann?

Man müsste sich den Container mal genauer vorknöpfen und schauen, ob der nicht noch einmal für einige  Jahre fit gemacht werden kann, ohne gleich alles neu zu machen. Der Gaschromatograf (GC) ist eigentlich noch ganz rüstig. Und man kauft sich doch auch kein neues Auto, bloß weil die Reifen abgefahren sind. Das kann doch nicht allzu aufwendig sein.

Könnte das mit dem Vorknöpfen nicht womöglich einer der Analysensystemintegratoren machen? Aber die schielen doch alle nur auf dicke, fette Greenfield-Projekte. Da dürfte es für die doch total uninteressant sein, einen kleinen Teil einer Brownfield-Anlage wieder flott zu machen.

Ist das tatsächlich so? Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor?

Alles aus einer Hand

Yokogawa macht ASI – Analyzer System Integration – seit mehr als 50 Jahren. Nun wurde ASI endlich auch einmal auf der Messe – der ACHEMA 2018 – gezeigt. Die Botschaft ist: One-stop-shop! Alles aus einer Hand. Dass Yokogawa große Greenfield-Projekte umsetzten kann, mit z.B. 75 Gaschromatografen in 15 Analysenhäusern, hat es längst wiederholt bewiesen. Dies sind natürlich entsprechend Vorzeige-Projekte.

Anhand einer Darstellung der Leistungskomponenten sieht das so aus:

ASI: The full monty

Benötigt: Weniger als alles

Aber so toll ASI in Greenfield-Projekten auch ist: Jupp hilft das nicht bei seinem Problem. Er baut keine neue Raffinerie. Jupp braucht vielmehr eine angepasste Lösung auf seiner Brownfield-Anlage. Mit anderen Worten: Jupp braucht weniger als alles.

Die Analysenlösung als Ganzes funktioniert nicht mehr gut, obwohl die GCs noch ganz gut in Schuss sind. Nicht so lange lebt allerdings die Probenaufbereitung, die mit immer mehr Mühe am Leben gehalten wird. Zudem haben sich betriebsbedingt einige Anforderungen im Laufe der Zeit geändert. Eine neue, komplette Anlage wäre Verschwendung. Deshalb ist ein Upgrade die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung, möglichst kombiniert mit einem Training für die Wartungstechniker der Anlage.

Jupp stellt sich den Ablauf wie folgt vor: Es kommt ein Yokogawa-Kollege vorbei, schaut sich den Container an und macht Vorschläge wie: ein wenig Engineering durch Experten, Systemaufbau in der Nähe und Installation, Unterstützung bei Inbetriebnahme und Einweisung soweit nötig. Entsprechend sind auch Betrieb und Wartung Routine, und Überraschungen sind nicht zu erwarten. Erwartet werden dagegen allerdings schnelle Reparatureinsätze durch den Lieferanten, diese sollten aus der Nähe erfolgen. ASI light, sozusagen.

Dann sieht das Leistungsspektrum so aus:

ASI: ein Upgrade

Unterstützung mit Dienstleistungen

Haben Sie noch Lust auf ein anderes Szenario? Vielleicht finden Sie sich in diesem wieder.

Die Analysenlösung besteht schon lange, aber mit den Ressourcen wird es eng. Außerdem sitzt der Ersteller der Anlage nicht in der Nähe, sondern steuert seine Reparatur- und Wartungseinsätze von seinem Heimatstandort aus. Dass diese Einsätze zunehmen, ist dem Alter der Anlage geschuldet. Und dass die Investition für den Ersatz der Anlage noch auf sich warten lässt, liegt an noch ausstehenden, strategischen Entscheidungen der Firma (wie das  heute eben so ist). An Wartung  und Troubleshooting durch die nahe Yokogawa-Niederlassung ist der Kunde jedoch interessiert.

Das betreffende Leistungsspektrum sieht das so aus:

ASI: Betriebsunterstützung

ASI für die Westentasche

Das kleinste Projekt , das Yokogawa bisher gemacht hat, ist übrigens dieses:

Größenvergleich: Sie sehen die blaue CD auf der linken Seite?

Hierbei handelt es sich um ein Utility-Panel für ein Laserspektrometer. Das Projektmanagement bestand aus lediglich einer Excel-Seite und ein wenig Text. Das Panel ist bei einem Yokogawa-Partner in der Nähe (des Kunden und von Yokogawa) gefertigt  und anschließend an den Kunden ausgeliefert worden. Eine passende Referenz für ein Projekt mit verhältnismäßig geringem Aufwand.

Sprechen Sie uns an, wenn Ihre in die Tage gekommene Lösung Probleme macht oder wenn Sie ein ganz spezifisches Leistungsspektrum benötigen.

Weitere Informationen rund um ASI finden Sie hier.


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