TDLS8000: Wartungsfrei und SIL2-konform gegen Explosionsgefahr

TDLS8000: Wartungsfrei und SIL2-konform gegen Explosionsgefahr

25. März 2019

In nahezu jedem chemischen Produktionsbetrieb ist es immer wieder nötig, verschiedene Stoffe in Behältern oder Tanklagern zwischenzulagern. Dieser Umstand kann – je nach chemischer Substanz  – von Zeit zu Zeit durchaus Explosionsgefahr in sich bergen. Aus diesem Grund muss eine elementare Absicherung gegen eine mögliche Explosion gegeben sein. Und zwar im Optimalfall schon so, dass sich in der Gasphase der Behälter erst gar kein explosionsfähiges Gasgemisch bilden kann. Dies erreicht man durch das sogenannte Inertisieren der Gasphase mittels der Überlagerung durch Stickstoff.

Erfassung des Sauerstoffgehaltes kann nötig werden

Das bedeutet im Regelfall: Mittels mechanischer Druckreduzier- und Überströmventile wird der Stickstoff eingeblasen, so dass sich im Gasbereich ein Stickstoffüberdruck von etwa 25 bis 35 mbar einstellt. In der Vergangenheit hat man sich auf die Funktionalität der Geräte verlassen und bestenfalls den Überdruck gemessen. So sollte eine gewisse Sicherheit gewährleistet werden, dass alles wie geplant funktioniert. Dies kann im Zeitalter der immer weiter steigenden Sicherheitsanforderungen bei einer aktuellen Sicherheitsbetrachtung allerdings nicht mehr ausreichend sein: Eine tatsächliche Erfassung des Sauerstoffgehaltes wird nötig – insbesondere dann, wenn das betreffende Gerät als SIL (safety integrity level)-Applikation eingestuft worden ist.

Dies war unlängst auch bei einem Yokogawa-Kunden aus Deutschland der Fall. Hier musste das betreffende Unternehmen nachweisen, dass in seinem Tanklager kein Sauerstoff vorhanden ist. Die betreffende Applikation wurde mit SIL2 eingestuft. „Eine extraktive Messung war dem Kunden in diesem konkreten Fall zu teuer und vor allem der ständige Wartungsaufwand schreckte ihn ab. Er suchte eine Lösung die weitestgehend Wartungsfrei ist und den SIL2 Anforderungen entspricht. Mit unserem Laser TDLS8000 (Tunable Diode Laser Spectrometer) konnten wir diesen Anforderungen exakt entsprechen“, berichtet der verantwortliche Yokogawa-Außendienstmitarbeiter Jürgen Kerndlmaier.

Interessante Paket-Lösung mit TDLS

In diesem konkreten Falle handele es sich um die Erfassung des Sauerstoffgehaltes in der Pendelleitung eines Tanklagers, mit der die Inertisierung des Systems überwacht wird. „Derlei Applikationen kann man praktisch in jedem chemischen Betrieb finden, der Tanklager oder Produktionsbehälter hat“, sagt Jürgen Kerndlmaier. Er führt aus: „Uns hat bei diesem Projekt sicher sehr geholfen, dass sich Yokogawa als Anbieter von Lasersystemen längst einen guten Namen erarbeitet hat. Wir konnten – von der Beratung bis zur Inbetriebnahme – eine interessante Paket-Lösung schnüren, das freut uns natürlich sehr.“ Yokogawa hat in diesem Feld bereits ähnliche Applikationen in Deutschland realisiert, teilweise noch mit dem Vorgängermodel TDLS200, das dort seit mehr als 10 Jahren erfolgreich im Einsatz ist. Insbesondere die Messgenauigkeit der Spektrallaser bei gleichzeitiger Wartungsfreundlichkeit ist eines der herausragenden Merkmale dieser Inertüberwachungen.

Das Yokogawa-Angebot erfährt in diesem Bereich übrigens schon bald eine Erweiterung. So ist ab April mit TDLS8100 ein neuer Lanzenlaser zum Verkauf freigegeben. „Dieser eignet sich neben dem normalen TDLS8000 auch hervorragend für diese Applikation, da normalerweise im Gasbereich beziehungsweise in der Pendelleitung nur Stickstoff sein sollte“, erklärt Jürgen Kerndlmaier.


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