Zeitgemäß kommunizieren – Remote Communication: Arbeitswelt 4.0

Zeitgemäß kommunizieren – Remote Communication: Arbeitswelt 4.0

28. Mai 2020

Bedeutung der Kommunikation

Wussten Sie, was das Wort „Kommunikation“ eigentlich bedeutet?

Das aus dem Lateinischen stammende Wort communicare bedeutet: teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen. Mit dieser ursprünglichen Bedeutung ist eine Handlung in einem sozialen System gemeint, in dem Menschen miteinander interagieren. Wesentliche Aspekte dieser sozialen Handlung sind zum einen Anregung durch Signalsetzung. Und zum anderen Teilhabe. Aus beidem kann etwas Gemeinsames entstehen (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“).

Kommunikation: Signifikantes Mittel, um Beziehungen aufrechtzuerhalten; Gemeinschaft zu etablieren

Kommunikation wird immer ein wichtiges Instrumentarium sein, das Beziehungen aufrecht erhält und auch eine Gemeinschaft etabliert.

Einzig die Kommunikationsmittel ändern sich.  Denken Sie nur an den Prozess der Briefkorrespondenz: Brief aufsetzen à frankieren à verschicken. Nach ein bis zwei Werktagen oder länger trifft der Brief beim Empfänger ein.  Für heutige Verhältnisse dauert dies besonders in der geschäftlichen Kommunikation viel zu lang. Die Kommunikation ist dank smarter Kommunikationsmittel-/ kanäle im 21. Jahrhundert eindeutig beschleunigt worden. Der Trumpf: räumliche sowie zeitliche Unabhängigkeit. Im privaten Bereich sind diese Mittel und Kanäle gar nicht mehr wegzudenken. Und im Wirtschaftsleben avancieren diese neue Formen zu einem Must-Have.

Kommunikation im modernen Wirtschaftsleben

Die modernen Kommunikationstechnologien helfen uns, Raum- und Zeitgrenzen nahezu mühelos zu überwinden. Zum einen können Kosten drastisch verringert werden. Und zum anderen kann Wissen generiert werden, welches für die Innovations- und Produktivitätskraft eines Unternehmens entscheidend ist. Wissen birgt ein erhebliches Potenzial. Wer es versteht, dies richtig zu nutzen, der sichert sich zukünftig einen Wettbewerbsvorteil. Denn Kommunikation im organisationalen Kontext betrifft den Bereich des Wissensmanagements.

Dafür gibt es das Spiralmodell des Wissens: Socialization – Externalization – Combination – Internalization, kurz SECI-Modell von Nonaka und Takeuchi*. Das SECI-Modell ist ein Prozess des Wissenstransfers, bei dem implizites und formales Wissen innerhalb einer Organisation ständig umgesetzt und zwischen Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen weitergegeben wird. Doch auch wenn das gemeinsame Verständnis auf der Ebene der Organisation gefördert werden muss, muss dieses auf einem gemeinsamen Verständnis der Einzelpersonen beruhen.

Remote Communication im Service-Bereich

Anlagen sowie Arbeitsprozesse gewinnen in der Industrie zunehmend an Komplexität und fordern von Service- und Instandhaltungsmitarbeitern ein sehr umfangreiches Wissen. Im Zuge der Produktentwicklung entstehen zunehmend intelligente Konzepte. Diese sollen dabei helfen, Service- und Instandhaltungsmitarbeiter unter Zuhilfenahme von „smarten Technologien“ – konkret mit mobilen Geräten – bei komplexen Arbeitsabläufen durch einen Experten aus der Ferne zu unterstützen.

Auftretende Probleme können mittels dieser „smarten Technologien“ in Form von multimodalen Informationen – also Filmen, Grafiken, Bildern oder Erläuterungen – situationsangepasst sehr schnell an einen anderen Standort dieser Erde übermittelt werden. Die Rede ist von Remote Communication. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik gestaltet einen enormen Mehrwert: Dem Menschen werden Informationen bzw. Daten in Echtzeit und ohne andere logistische Probleme überall zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt auch für den entsprechenden Rückfluss von Informationen / Daten.

Wirkungsvoll mit intelligenten Systemen interagieren

Remote Communication ist nicht nur ein Trend unserer modernen Industrie! Sie ermöglicht es den Mitarbeitern eines Unternehmens, von den verschiedenen Standorten aus, miteinander zu kommunizieren und als Team zusammenzuarbeiten. Die Mitarbeiter verwenden viele Werkzeuge und Medien wie E-Mail, Chat und Online-Zusammenarbeitstools, um den Prozess zu erleichtern respektive zu optimieren. Diese Werkzeuge sind mit vielen Applikationen ausgestattet, die es den Mitgliedern ermöglichen, auch die schwierigste Aufgabe mit Leichtigkeit zu erledigen.

Basisanforderungen: Echtzeit + Datenverarbeitung + Wiederverwendbarkeit

Bei der Implementierung von Remote Communication sind mehrere ausschlaggebende Punkte zu berücksichtigen. Für eine reibungslose Remote Communication sind diese Mindestanforderungen jedoch maßgeblich:

Echtzeit

Um ein gemeinsames Verständnis zu einem Thema herzustellen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Gegenüber versteht, was Sie meinen. Und dass Sie verstehen, was Ihr Gegnüber meint. Mit anderen Worten: Wir bauen ein Verständnis auf, indem wir dem Gespräch folgen. Wörter dienen dazu, Ihre Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Manchmal reichen hierzu aber Wörter alleine nicht aus. In solchen Fällen kann es sein, dass Sie ein Diagramm zeichnen müssen oder ein anderes Kommunikationsmittel benötigen. Unabhängig davon, welches Kommunikationsmittel Sie einsetzen, gilt folgende Regel: Je öfter Sie Ihre Gedanken zum Ausdruck bringen, desto besser. Um binnen kurzer Zeit ein gemeinsames Verständnis aufzubauen, müssen die Gedanken in Echtzeit erfasst werden.

Datenverarbeitung

Wir müssen unsere Gedanken einander mitteilen. Dies geschieht nicht nur durch verbale Kommunikation, sondern auch mithilfe von Dokumenten, Abbildungen etc., die in Echtzeit und auf einfache Weise geteilt werden können oder müssen. Die Möglichkeiten von reinem Text sind begrenzt, wenn es darum geht, Ihren Gedanken Ausdruck zu verleihen. Sie brauchen auch Diagramme. Wenn Sie diese jedoch nur aus bereits bestehenden Elementen zusammensetzen können, sind sie nur begrenzt ausdrucksfähig und mitunter zudem zeitaufwendig herzustellen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Diagramme von Hand zeichnen können. Je nach Kommunikationsinhalt kann es notwendig sein, auf vergangene Daten zu verweisen. Es ist wichtig, über einen einfachen Zugriff auf die Daten zu verfügen und die gespeicherten Daten zu einem späteren Zeitpunkt zu analysieren.

Wiederverwendbarkeit

Unter Wiederverwendbarkeit versteht man die Möglichkeit, etwas wiederaufzunehmen bzw. weiterzuführen. Ich glaube, dass wir in unseren Kommunikationen sehr oft auf andere Daten Bezug nehmen. Außerdem führt ein einziges Gespräch nicht immer zu einem geteilten Verständnis. Vielmehr können hierzu mehrere Gespräche erforderlich sein. Wenn wir ein Gespräch wiederaufnehmen und nicht gleich eingangs die Lage zum Zeitpunkt des Abbruchs des letzten Gesprächs in Erinnerung rufen, kann der Rückblick auf das vorherige Gespräch recht langwierig sein und die Diskussion eventuell nicht voranschreiten. Besonders bei Remote Communication ist es kein Problem, die Schlusssituation der vorherigen Kommunikation wiederzugeben. Vor allem dann, wenn es sich um Zahlenmaterial oder einen geschriebenen Text handelt. Es ist hingegen schwierig, eine handgefertigte Skizze am Whiteboard wiederzugeben. Es muss möglich sein, dies auf einfache Weise zu tun.

Die SensPlus-Familie als Kommunikationsmedium

Stellen Sie sich vor: Daten aus der Feldwartung in Echtzeit auszutauschen, zu analysieren und vieles mehr. Kurz: Einfach digital und effizienter den Arbeitsprozess zu gestalten. Add on: digitale Notizen, die sofort zwischen mehreren Mitgliedern austauscht werden können. Möchten Sie mehr erfahren? Dann besuchen Sie unsere SensPlus-Website .

Kurzum: Künftig werden wir Menschen noch wirkungsvoller mittels smarter Technologien miteinander kommunizieren können. Im Zuge des 5G-Netzausbaus und dem Aufkommen virtueller Technologien werden noch agilere und flexiblere Arbeitsprozesse möglich sein, was in vielen Bereichen zu einer gänzlich neuen Art der Arbeit führen wird. Wie diese im Detail aussehen wird? Was meinen Sie?

* S. Gourlay, “The SECI model of knowledge creation: some empirical shortcomings,” 4th European Conference on Knowledge Management, Oxford, England, 18-19 September, 2003. J. L. Rice , B. Rice, “The applicability of the SECI model to multi-organisational endeavours: An integrative review,” International Journal of Organisational Behaviour, 2005.


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