Zurück in die Zukunft mit Centum VP

Zurück in die Zukunft mit Centum VP

von 5. Februar 2018

Nichts ist für die Ewigkeit, oder doch?

Normalerweise ist Herr Müller kein Freund großer Veränderungen. Zumindest nicht im beruflichen Umfeld. Herr Müller betreut als Verantwortlicher Leiter für Automatisierungstechnik mehrere Prozessanlagen der chemischen Industrie. Diese laufen oft mehrere Jahre kontinuierlich durch. Hier kommt es auf Stabilität und Verfügbarkeit an. Besonders beim Prozessleitsystem, das im Fall von Herrn Müller von Yokogawa (CENTUM VP) kommt.

Nach mehreren Jahren waren einige der Prozessnahen Komponenten (PNK), die bei Yokogawa FCS heißen, in die Jahre gekommen. In den Anlagen fand sich ein Sammelsurium der FFCS-Serie von CENTUM VP. Zwar muss man solche Komponenten nicht wie ein Smartphone alle zwei Jahre austauschen, aber einige waren bereits fast 15 Jahre alt, die verbauten CPU-Baugruppen (das Herz einer FCS) zum Teil schon nicht mehr als Ersatzteil verfügbar. Herr Müller musste was tun!

Der traurige Blick in den Geldbeutel

Ein Konzept zum Austausch der Prozessnahen Komponenten (FCS) war schnell gemacht und das Angebot von Herrn Roik, dem Vertriebsmitarbeiter von Yokogawa ließ nicht lange auf sich warten. Einzig der für das Budget verantwortliche Betriebsleiter Herr Schräuble war überhaupt nicht begeistert. Soviel Geld für neue Hardware ohne, dass die Kapazität der Anlage erhöht wurde, das fand kein Gehör. Herr Müller solle mit den bestehenden Komponenten auskommen und mal mit Yokogawa reden. Die erzählen doch immer so viel von Kompatibilität, Investitionsschutz, TCO usw., sagte Schräuble zu Müller. Jetzt können die das mal beweisen.

Abends beim Bier mit Kollegen, die u.a. auch Yokogawa Systeme in Ihren Anlagen hatten, hörte Herr Müller sehr aufmerksam zu. Ein Kollege erzählte, dass man bei Yokogawa auch nur die CPU-Baugruppe austauschen kann und dann auf dem neuesten Stand ist. Grund dafür, Yokogawa nutzt nur eine Plattform. Das ginge sogar online, aber ganz genau, wusste der Kollege von Herr Müller das auch nicht. Herr Müller kennt wen, der das wissen muss.

Herr Roik von Yokogawa erzählte dem staunenden Herrn Müller, dass es jetzt eine brandneue CPU (CP471) gebe, die man in alle PNK der FFCS-Serie stecken könne, bei bestehender redundanter Ausführung und neueren Modellen ab 2011 sogar online, ohne die Prozessnahen Komponenten anzuhalten!

Die Rechnung ohne den (Betriebs-)Wirt gemacht

Das war doch genau die Lösung die Herr Müller gesucht hatte. Mit überschaubaren Kosten die Kernkomponenten der Automatisierung auf den neuesten Stand bringen und das ohne Stillstand. Das musste Herrn Schräuble doch überzeugen!

Tat es aber nicht! Wieso soll ich Geld für neue CPU-Baugruppen bezahlen, wenn die alten noch funktionieren? Nur weil Yokogawa Probleme mit der Ersatzteilvorhaltung hat? Glücklicherweise hatte Herr Roik auch hier die richtigen Argumente parat. Die neue CPU-Baugruppe CP471 hatte gegenüber den ältesten Modellen erheblich mehr Speicher und Rechenleistung. Die Anlagenteile mit diesen alten PNK konnten endlich erweitert werden, ohne neue PNK’s kaufen zu müssen. Aber nicht nur das. Auch die neueste Generation der E/A-Baugruppen (das universelle Network-IO) konnte jetzt in dieser performanten CPU eingesetzt werden.

Zurück in der Zukunft

Nachdem alle CPU-Baugruppen getauscht waren (Herr Schräuble hatte am Ende zähneknirschend das Budget bewilligt), blickt Herr Müller zufrieden zurück, aber auch nach vorne. Auch Herr Roik ist wieder häufiger zu Gast. Durch die jetzt neu verfügbaren Reserven in den PNK können liegengebliebene oder vorher schlicht nicht realisierbare Modernisierungen und Erweiterungen in Angriff genommen werden. Beide sind zufrieden, nur Herr Schräuble verdreht jedes Mal die Augen, wenn er die beiden sieht.

Die Entwicklung der FFCS-Serie von Centum VP (2003-Heute)

Zahlen, Daten, Fakten (vom Autor)

Die Geschichte ist erfunden, aber dennoch realistisch. Herr Müller und Herr Schräuble existieren so nicht. Herr Roik von Yokogawa, den gibt es tatsächlich!

Die CP471 läuft ab Centum VP R6.05 in allen FCS’sen der FFCS-Serie. Alle Stationen mit CP461 können (nach RevUp auf R6.05) online getauscht werden. Alle älteren Modelle können mit CP471 zu neueren FFCS-Typen aufgerüstet werden und verfügen danach über 4-mal so viel Rechenleistung und doppelt so viel Speicher.

Und was noch?

Natürlich ist die CP471 mehr als nur ein Ersatz für ältere Modelle, aber das schreibe ich in einem kommenden Blog.

Weitere Fragen beantworte ich gerne in den Kommentaren.

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